17TEN

Kunst & Kultur

Weana Schmäh & gsunde Sprüch

Weana Schmäh &

gsunde Sprüch

Eine Heurigenpartie voll von schwarzem Humor,
hintergründigen Liedern und amüsanten Gedichten
von H.C. Artmann, Ernst Jandl, Trude Marzik und Co.

Walter Orleth, der Grantler und
Manfred Distel, der Strizzi sind die Vortragenden.
Ewald Kogler (Gitarre, Drehleier und Stimme)
sorgt für den musikalischen Rahmen.
Gastsängerin ist Andrea Grassmugg.

„Rama soima rama dedma rama dama rama dans“
könnte man durchaus für einen Indischen Vers halten.
Doch dem ist nicht so. Es ist bloß die Feststellung,
dass aufgeräumt gehört und dass dies auch geschieht.

Diese Ausdrucksweise gibt es noch heute glücklicherweise
in der sogenannten Wiener MUND ART.
Diese „Sprachkunst“ bringt die Sachen auf den Punkt.
Es wird mit kurzen, prägnanten Worten interpretiert,
was normalerweise eine A4 Seite ausfüllt.

Einer der ersten Schriftsteller, die diese Wiener Mundart
zu Papier brachte war 1958 H. C. Artmann mit seinem
Gedichtband „med ana schwoazzn dintn“.
Es folgtem ihm Gerhard Rühm, Ernst Jandl, Ernst Kein,
Friederike Mayröcker, Trude Marzik, Georg Strnadt,
Anton Krutisch, Alfred Gesswein, Josef Mayer-Limberg,
um nur einige zu nennen.
Die Eigentümlichkeiten des Dialektes, der klangliche
Reichtum, die von Wiederholungen,Behauptungen und
Phrasen geprägte Redensart wurden registriert.
Es entstanden zum Teil makabre aber auch poetische
Darstellungen, wie sie auf den Straßen Wiens, im
Kaffeehaus, im Wirtshaus, beim Heurigen, im Prater,
im Freundes- und Familienkreis vorkommen.

Kunst & Kulturspende: 15 €